Lesedauer 2 min.

Procodile für Allrounder und Spezialisten.

Wir befragten Dr. Bjarne Rieckesmann zu unserem jüngsten reziprokierenden Wurzelkanalaufbereitungssystem.

Unser Ziel war es bei Procodile, durch schlaues Design den Spanraum zu vergrößern und der Feile mehr Flexibilität geben. Kommt das in der Praxis an? Dr. Rieckesmann findet ja. Er sieht Procodile als Chance für Generalisten, die die endodontische Versorgung gelegentlich umsetzen – und gleichzeitig eine Möglichkeit für alle Spezialisten, die ihr Feilenspektrum sinnvoll erweitern möchten.   

Herr Dr. Rieckesmann, Zahnärzte können bei der Wurzelkanalaufbereitung zwischen rotierender oder reziproker Arbeitsweise wählen. Was bevorzugen Sie?
Dr. Rieckesmann: Immer mehr Kollegen setzen heute auf reziprokierend, denn das erscheint vielen leichter umsetzbar und effizienter. Und das finde ich auch!

Welche vorbereitenden Maßnahmen sind erst einmal entscheidend?
Dr. Rieckesmann: Dazu zählen die korrekte Erweiterung des koronalen Drittels und das Anlegen eines Gleitpfades. Für einen optimalen Zugang zum Endodont muss also zuerst das gesamte Pulpakammerdach inklusive der Pulpenhörner und aller Dentinüberhänge abgetragen werden. Dazu greife ich gerne zu dem Diamantschleifer 851mit unbelegter Spitze. Auch für das weitere Prozedere braucht es Spezialinstrumente, die den “straight line access“ schaffen, sodass die Feilen schließlich ohne koronale Interferenzen nach apikal geführt werden können. Für das Entfernen der Dentinüberhänge nehme ich gerne den EndoTracer, einen grazilen Rosenbohrer mit langem, schlanken Hals. Er erlaubt eine gute Sicht am Instrument vorbei in die Zugangskavität und damit eine klare Darstellung der Pulpakammerbodenanatomie. Mit dem EndoTracer kann ich die Wurzelkanaleingänge substanzschonend erweitern und obliterierte Kanäle freilegen. Dabei sollte man stets drucklos vorgehen. Mithilfe der Endometrie bestimme ich anschließend die Arbeitslänge. Den Gleitpfad erstelle ich mit Handinstrumenten bis ISO 015 bzw. mit speziell dafür gehärteten Pilot Handfeilen.

Dann greifen Sie zu den Procodile-Feilen. Warum?
Dr. Rieckesmann: Verglichen mit anderen reziprokierenden Feilen verfügt Procodile über einen nicht so starken Zug nach apikal, was positiv zur Sicherheit beiträgt und der Gefahr eines Screw-in-Effekts entgegenwirkt. Die Feile „frisst“ sich nicht in die Tiefe und es wird kein Debris unkontrolliert nach apikal gepresst. Vielmehr trägt der variabel getaperte Feilenkern, der den Spanraum vergrößert, dazu bei, dass das infizierte Gewebe sukzessive aus dem Kanal befördert wird. Ich kann damit auch gekrümmte Wurzelkanäle sicher und formkongruent aufbereiten. Die Feile folgt aufgrund ihrer Flexibilität immer schön dem originären Kanalverlauf. Bei elliptischen oder hantelförmigen Kanälen setze ich für eine circumferrente Präparation noch zusätzlich Handinstrumente ein (Hedströmfeilen ISO 030-040). Im Gegensatz zu anderen reziprokierenden Systemen bietet mir Procodile ein breiteres Feilenspektrum mit insgesamt sieben Größen. Und es funktioniert in allen gängigen linkschneidenden, reziproken Antrieben.

Produktvideo Procodile


Gehört Procodile nun tendenziell eher in der Hand des Allrounders, der auch mal Endo macht, oder besser ins Repertoire eines Spezialisten?
Dr. Rieckesmann: Ich finde, der Allrounder erhält mit Procodile ein preislich attraktives und gleichzeitig sicheres Feilensystem an die Hand, das sich gut kontrollieren lässt. Es bietet ein breites Spektrum an sinnvollen Zielgrößen. Endo-Spezialisten variieren gerne mit Feilen und arbeiten durchaus systemübergreifend. Jeder darf sich also angesprochen fühlen. Von mir gibt’s also eine klare Empfehlung für beide Zielgruppen.

Dr. Rieckesmann

Kontakt
Dr. Bjarne Rieckesmann
Rieckesmann Zahnärzte
Gütersloher Straße 328
33649 Bielefeld
Tel.: 0521 488193
www.zahnarzt-rieckesmann.de

Sind noch Fragen offen geblieben? Sprechen Sie Ihren/e Endofachberater/in an.