Der Biokeramische Wurzelkanalsealer CeraSeal liefert erstmals Dimensionsstabilität, Biokompatibilität und eine tolle Verarbeitungsqualität.
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CeraSeal: Sicherheit in der Einstifttechnik

Der Biokeramische Wurzelkanalsealer CeraSeal liefert erstmals Dimensionsstabilität, Biokompatibilität und eine tolle Verarbeitungsqualität.

Wir finden, es ist an der Zeit, eine Neubewertung der Wurzelfülltechniken vorzunehmen. Denn warum die Obturation kompliziert gestalten, wenn mit CeraSeal die Einstifttechnik so einfach und sicher sein kann?

Wenn Sie zu einem Wurzelkanalsealer greifen, dann verbinden Sie damit ganz konkrete Wünsche: Er soll die Hohlräume zwischen Wurzelkanalwand und Wurzelfüllung ideal auffüllen, dadurch langfristig abdichten, bakterizid wirken, möglichst biokompatibel und für den klinischen Einsatz röntgensichtbar sowie gut verarbeitbar sein. Aber gibt es diese „eierlegende Wollmilchsau“ unter den Wurzelkanalsealern?

Goldstandard auf dem Prüfstand

Von den Epoxidharz-basierten Sealern wissen wir, dass sie viele, aber leider nicht alle der oben genannten Wünsche erfüllen. Sie können z.B. beim Abbindeprozess schrumpfen. Die Folgen wären für das langfristige Behandlungsergebnis wenig rühmlich: Der Schrumpfprozess würde es den Bakterien ermöglichen, den Wurzelkanal neu zu besiedeln. Deshalb begegnen Zahnärzte dieser Problematik seit langem mit Obturationstechniken wie der lateralen Kondensation oder der warm-vertikalen Obturation. Diese sind sehr technik- und zeitintensiv. Der allgemein tätige Zahnarzt favorisiert an dieser Stelle gerne die leichter umsetzbare Einstifttechnik. Mit einem Epoxidharz-basierten Sealer vorgenommen, steht dabei aber jedes Mal die Dimensionsstabilität der Wurzelkanalfüllung in Frage. Außerdem weisen Epoxidharz-basierte Sealer ein weiteres Manko auf: ihre Biokompatibilität. Trotzdem gelten Epoxidharz-basierte Sealer immer noch als Goldstandard. Diese Ära könnte langsam zu Ende gehen. Durch den Biokeramischen Sealer CeraSeal tut sich an dieser Stelle ein neuer Kontext auf.

CeraSeal bietet neuen Ansatz

Der Wurzelkanalsealer CeraSeal bringt fünf wertvolle Eigenschaften mit sich, so dass die Welt der Obturationsmethoden tatsächlich neu definiert werden sollte. Biokeramiken finden in der Medizin ja bereits seit den 1960er Jahren Verwendung, z.B. bei der Fixierung von Gelenk- oder Cochlea-Ersatz. Biokeramische Sealer bestehen ganz konkret aus Kalziumsilikat, Zirkoniumoxid, Kalziumphosphat und Füllstoffen. Anders als bei Epoxidharz-basierten Sealern ist bei CeraSeal der Abbindeprozess mit der Aufnahme von Wasser verbunden. Das Material bleibt dadurch formstabil. Es dichtet quasi ab, anstatt zu schrumpfen. Das führt zu einer sehr guten Versiegelung zwischen Dentin und Guttapercha und verhindert die Reinfektion des obturierten Wurzelkanals. Aufgrund seiner Calcium-Silikat-Basis zeigt CeraSeal außerdem eine sehr gute Biokompatibilität. Das wurde in Tests bestätigt: Das Material wirkt sich sehr positiv auf das zelluläre Überleben aus. Besonders bemerkenswert ist auch der sehr hohe pH-Wert von CeraSeal. Er liegt bei bis zu 12,7 und wirkt über mindestens sieben Tage bakterizid nach. Ganz großartige Hilfe leistet CeraSeal dem Zahnarzt außerdem bei der Auswertung von Röntgenbildern. Lange Zeit wurde ja die zu schwache Röntgenopazität der biokeramischen Sealer im Vergleich zu Epoxidharzen kritisiert. Doch CeraSeal besitzt einen erhöhten Anteil an Zirkoniumoxidpartikeln. Dies führt zu einer verbesserten Röntgenopazität, die der von Epoxidharz-basierten Sealern ähnlich ist und besser als bei anderen biokeramischen Sealer. Was für ein Aufatmen bei der Auswertung der Kontrollaufnahme!
Erleichterung schafft CeraSeal auch in der praktischen Anwendung: Bei Epoxidharzen ist ja stets ein trockener Kanal sicherzustellen. CeraSeal hingegen ist hydrophil und das Behandlungsergebnis somit unabhängiger von der umgebenden Feuchtigkeit. Mittels der beigelegten Applikationsspritzen ist das Material einfach, zügig und direkt einzubringen und muss nicht erst wie Epoxidharz-basierte Sealer in einem bestimmten Verhältnis angemischt werden. Das spart Zeit und verhindert Anwendungsfehler.

Schritt aus dem Spezialistentum

Dimensionsstabilität, Biokompatibilität, bakterizide Wirkung, Röntgenopazität und einfache, schnelle Applikation von CeraSeal geben dem Zahnarzt eine neue Sicherheit. Garniert wird das Ganze durch eine massive Erleichterung des Workflows. Endlich kann sie von jedem allgemein tätigen Zahnarzt suffizient durchgeführt werden.

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